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Stirbt die Freiberuflichkeit? Deutsche Rentenversicherung Bund sorgt für Verunsicherung bei freiberuflichen Trainern, Beratern und Coachs

Geschrieben von Edit Frater

Edit Frater-foto 2016

Seit Jahren beschäftigt das Thema Rentenversicherungspflicht die Szene der Trainer, Berater und Coachs. Dass man als freiberuflicher – rentenversicherungspflichtiger - Lehrer eingestuft werden könnte, ist vielen Kollegen bewusst.

Nun kommt auch noch die Gefahr hinzu, ein „Beschäftigungsverhältnis“ eingegangen zu sein, sprich als Scheinselbständiger mit Zahlungsverpflichtung aller Sozialversicherungsbeiträge zu gelten. Obwohl hier der Auftraggeber der Schuldner ist, stellt diese Praxis eine massive Existenzbedrohung dar.

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Altersarmut bei Trainern und Trainerinnen?

Geschrieben von Edit Frater

edit frater-foto Edit Frater, Leiterin DVWO-Fachkommission Altersvorsorge

Das waren Zeiten: Konrad Adenauer führte 1948 die gesetzliche Rentenversicherung wieder ein, die durch den zweiten Weltkrieg zweitweise außer Gefecht gesetzt war. Die damals durchaus zeitgemäße Idee hieß „Generationenvertrag".Die jungen Beitragszahler sollten mit ihren Rentenversicherungsbeiträgen die Renten derjenigen finanzieren, die bereits im Ruhestand waren. Im Jahr 1950 kamen auf einen Rentner6,18 Beitragszahler. Heute sind es 2,8, in zwanzig Jahren werden es laut der erwarteten demographischen Entwicklung noch 1,66 sein. Während in den fünfziger Jahren die Lebensdauer der Menschen nach Rentenbeginn selten 12 Jahre überschritten hat, sind es heute häufig 20 Jahre und mehr, die noch finanziert werden wollen.

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Drohende Rentenversicherungspflicht für ALLE Selbständigen?

 edit_frater-foto.jpg Edit Frater, Leiterin DVWO-Fachkommission Altersvorsorge

Seit März 2012 geistert die Absicht der Bundesregierung, eine Rentenversicherungspflicht für alle Selbständigen einzuführen, durch die Zeitungen.

Vor allem Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen soll für das Eckpunktepapier "für eine Altersvorsorgepflicht für selbständig tätige Erwerbspersonen" verantwortlich sein.

Die Süddeutsche Zeitung schreibt am 31.03.2012: " Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) befürchtet ein "erhöhtes Armutsrisiko" für Selbständige. Nun sollen sie verpflichtend für ihre Rente vorsorgen." (© Jörg Carstensen/dpa) >> Zum Artikel

Heute erreichten mich zahlreiche Mails mit der Aufforderung, eine Petition an den  Bundestag zu unterzeichnen, die die Einführung der Rentenversicherungspflicht für Selbständige  verhindern soll.

Aus diesem Anlass möchten wir Sie kurz über das Thema „Gesetzliche Rentenversicherung für Trainer und Coachs?“ informieren.

 

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Kalkulation eines angemessenen Honorars für Trainer/innen und Dozenten in der Weiterbildung

Kalkulation eines angemessenen Honorars für Trainer/innen und Dozenten in der Weiterbildung

Edit Frater

Leiterin der DVWO Fachkommission Altersvorsorge und 1. Vorsitzende der TRAINERversorgung e.V.

Derzeit findet eine politische Diskussion über Mindestlöhne für – angestellte - pädagogisch Beschäftigte in der Weiterbildung statt.  Ganze 12,38 Euro soll der Stundensatz für eine der wichtigsten bildungspolitischen Aufgaben im Lebensbegleitenden Lernen betragen. Die Diskussion darüber mag richtig sein, aber der Ansatz ist falsch. Es ist in Deutschland davon auszugehen, dass 80 Prozent aller Weiterbildungen von freiberuflich, selbständig auf Honorarbasis arbeitenden TrainerInnen und DozentInnen  durchgeführt werden und nicht von angestellten pädagogisch Beschäftigten.

Beispielhafte Zahlen zeigt die Verbundstatistik 2008 – ein Forschungsprojekt des DIE Deutsches Institut für Erwachsenenbildung -  mit Beteiligung des  Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten AdB, Bundesarbeitskreis Arbeit und Leben BAK AL, Deutsche Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung DEAE, Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung KBE,  Deutscher Volkshochschul-Verband DVV.  Hauptberufliche Mitarbeiter hatten 2008 einen Anteil an Weiterbildungs-Veranstaltungen von umgerechnet ca. 13.000 Personenjahren  und weitere 269.000 Mitarbeiter waren  ehrenamtlich, neben- oder freiberuflich bei den Einrichtungen tätig.

Edit Frater, Leiterin der DVWO Fachkommission Altersvorsorge  hat eine Honorarkalkulation erstellt, die  zeigt, welche Honorare in der Weiterbildung es ermöglichen, einen, dem durchschnittlichen Bruttoeinkommen ähnlichen Lebensunterhalt zu erwirtschaften.

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Auch Fitnesstrainer in Bayern sind rentenversicherungspflichtig

Nachdem das Landessozialgericht Nordrhein-Westphalen schon 2004 die Rentenversicherungspflicht einer Aerobic-Trainerin festgestellt hatte (11.08.2004 Az.: L 8 RA 15/04), folgt dem nun das Landessozialgericht Bayern mit der Feststellung: auch eine selbständige Fitnesstrainerin ist „Lehrerin“ im Sinne des Rentenversicherungsrechts und damit rentenversicherungspflichtig (17.03.2010 Az.: L 13 R 550/09).

Dabei ist insbesondere Folgendes zu bedenken:

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